47990km…

…werden es morgen dann sein, die wir benötigt haben um die Welt in unseren 81 Tagen zu umrunden. Davon haben wir 38820km im Flieger gesessen…was uns 48h an Zeit gekostet hat :-). Den längsten Flug hatten wir von Zürich nach Bangkok mit 11h, den kürzesten (und somit auch absoluter Kurzstreckenrekord) mit 20min von Honolulu nach Kauai…der Flieger (und es war eine grössere 737) war gerade mal 7min nicht im Start- oder Landeanflug..da ist die Crew aber nahezu mit den Getränken (ja die gab es wirklich noch für die kurze Strecke) gespurtet! Die grösste Zeitverschiebung hatten wir auf unserem Rückweg von Vancouver nach Island mit 7h. Rechnet man noch die 3h von Hawaii nach Vancouver dazu dann waren es 10h in 48h… die haben uns auch auf Island gut müde gemacht in den ersten Tagen.

Mit dem Schiff haben wir 2900km in Asien zurück gelegt und 50km auf Fähren in Australien. Hier wird uns die dauernde Zeitverschiebung zwischen Thailand und Malaysia in guter Erinnerung bleiben… kein Tag ohne Uhr vor oder zurück stellen.

Mit dem Camper oder Auto haben wir auf den Strassen der Welt 5750km liegen lassen.. klarer Leader hier ist Australien mit 4500km. Die grosse Überraschung ist aber Island. Hier hat es doch mit über 800km noch einige Kilometer gegeben und wir haben erst einen kleinen Teil von dieser wilden Insel gesehen.

Zu Fuss hat jeder von uns 421km in den Beinen.. mit denen wir die Welt entdeckt haben.. na Ok bei unserer jüngsten Dame müsste man nun interpolieren wieviel Sie davon auf Papas Schultern geschlafen hat 😁😉. Es gab wohl doch einiges zu erkunden, wenn es soviel Kilometer geworden sind… das beweisen auch sicher die gut 7340 Bilder die wir nun auf unseren Kameras (bis die eine oder andere Kamera baden gegangen ist 😁) haben.

Ja sogar das Fahrrad haben wir auf unserer Weltreise bewegt… zwar nur einmal… aber immerhin 21km waren es dann auf Rottnest Island in Australien.

Wenn ihr uns nun fragt was, den nun unsere Top 3 – Eindrücke, Erlebnisse, Ausflüge oder was auch immer unserer Reise waren…dann fällt die Antwort so vielfältig aus wie die Reise selbst. Für unsere Tochter sind die Antworten klar: Die Pelikan Fütterung auf Kangaroo Island, die Spielplätze in Perth, Die Kängurus auf den Campingplätzen oder die Wellen mit dem Bodyboard auf Maui..für Mama war es der Waimo Canyon auf Kauai, die Lucky Bay mit den unglaublich weissen Sandstränden im Cape le Grand Nationl Park und der kleine Wasserfall auf Island, wo sie über einen Bachlauf rein geklettert ist um diesen von Innen zu sehen. Für Papa war die kurze Wanderung an der Napali Coast auf Kauai, der Heliflug auf Kauai und die Tagestour auf Penang (vor allem die Gondelfahrt hoch auf den Berg)

Wir haben auch festgestellt, dass wir wohl viele der Eindrücke und Erlebnisse nun erstmal zu Hause reflektieren lassen müssen…für uns waren übrigens eure Kommentare per Mail oder auf unserem Blog immer auch ganz wichtige Rückmeldungen. Dadurch konnten wir selbst erkennen, was wir eigentlich so alles Besonderes erleben durften… das fällt einem selbst nicht immer unbedingt so auf, wenn man täglich woanders ist und was man denn da gerade so erlebt oder gesehen hat. War auch eine der Erkenntnisse. Alles weitere wird sich dann in unserem Kopfkino ablaufen, wenn wir uns demnächst mit dem einen oder anderen von euch endlich mal wieder Treffen dürfen 🙂 Darauf freuen wir uns alle wieder. Den eins ist sicher: Es gibt keinen Weg der nicht irgendwann nach Hause führt !!

Heisses Wasser…mal blau mal gelb..

Nach so vielen Kilometern in den letzten beiden Tagen (570km) gönnten wir uns heute einen Entspannungstag und fuhren die 45km raus an die Blaue Lagune. Eines der 25 Weltwunder wie es im hochglanz Prospekt tönte… und wir waren gespannt wieviel Tausend Touristen das auch sehen wollten. Wir haben uns auch für das grösste Risiko entschieden ohne Online Pre-Paid Ticket dort hin zu fahren, weil wir nicht sicher waren ob uns das nicht zu voll ist bzw. ob unsere junge Dame hier überhaupt gefallen am bädele hat.. schliesslich sind die Wasser Temperaturen hier zwischen 38-42 Grad, was für Papa ja ein Traum ist 😎😁

Dort angekommen war es dann aber nicht so schlimm mit dem Andrang und wir haben uns die grosse blaue Badewanne dann gegönnt. Im Preis inklusive sogar eine Schlammpackung für Papa damit die Augenringe mal wieder so richtig von der Kieselerde geglättet werden 😉 Besser als jedes Q10-Produkt sage ich da nur…

So viel warmes Wasser macht müde und wir dachten uns nach den rund 4h Stunden jetzt brauchen wir etwas Aktion 😉 Also sind wir kurzer Hand mal nicht den direkten Weg zurück nach Reykjavik, sondern hinten durch den Vocano National Park ganz in der Nähe. Dort haben wir dann einen Stop im Krysuvik – Geothermalgebiet gemacht hier blubberte das Wasser wieder… allerdings deutlich wärmer als in der blauen Lagune… hier sind es 80-100Grad und die Schwefelgase hängen nicht nur in der Luft sondern auch im gelblichen Boden. Wir wundern uns, dass dieses Gebiet hier absolut kein Touristenort ist. Auch die Hinweis Schilder sind alle nur auf Isländisch.. Lohnt sich aber echt. Auch die Fahrt zum Park und dann zurück nach Reykjavik bietet so manchen Fotostop.

In Reykjavik gab es dann nur noch ein Programmpunkt… wir wollten noch auf den höchsten Punkt der Stadt.. dieser ist auf der markanten Kirche oben. Ganz nobel ging es mit Lift und Kirchenmusik in den Himmel…der Ausblick lohnt echt und so gehen wir im Anschluss gleich noch in der Nähe ins Cafe Loki. Hier müssen wir natürlich noch unseren Kafi und einen weiteren leckeren Kuchen probieren…. yummi. So nun aber nix wie ins Apartment.. wir müssen schliesslich noch packen. Unser Flieger bringt uns morgen früh zurück in die Heimat. So schnell sind dann die 81 Tage also wieder rum…schön wars !!

The Golden Circle – oder wie die Sonne und der Schnee mit uns heut spielten…

Nachdem wir gestern grob 300km den Süden befahren haben, wollen wir heute den touristischen (zentral, westlichen) Klassiker „The Golden Circle“ mit rund 270km abfahren. Der Morgen empfängt uns mit (für uns typischen Island Wetter – so stellen wir uns das vor 😁🇮🇸) Schnee und Sonne im dauernden raschen Wechsel. Dies begleitet uns den ganzen Tag und macht daraus ein herrliches Lichtspiel auf allen unserer Stops. Wir fahren zunächst nordöstlich aus Reykjavik aus der Stadt und dann stetig bergauf zu unserem ersten Stop: dem Pingvillir National Park. Dieser ist nicht nur historisch, sondern auch geologisch ein wichtiger Ort hier in Island. Aus historischer Sicht wurden hier alle für die Isländer wichtigen geschichtlichen Treffen abgehalten (von den Wikingern angefangen) und aus geologischer Sicht driften hier sichtbar die amerikanische und die eurasische Erdplatten Jahr für Jahr rund 2cm auseinander. Der Wasserfall „fällt“ hier quasi von der amerikanischen Platte in die „Drift“ (Schlucht) und fliesst anschliessend ein paar Meter weiter in einer kleinen Kaskade rüber auf die eurasische Seite…

Übrigens mit 0 Grad und steifem Nordwind auch einer der kältesten Orte am heutigen Tag 🙂 Nach der Wanderung kurz im Auto aufgetaut, ging es dann die nächsten gut 60km bis zum Gullfoss. Dieser Wasserfall hat sich in einem Lavabett eine Schlucht gegraben und fällt hier in 2 Kaskaden in seine Schlucht. Hier hatten wir bei Ankunft dichtestes Schneetreiben und keine 15min später Sonne pur. Ein Augenschmaus…

Auf dem Weg vom Gullfoss zu den Geysiren (unserem nächsten Stop) musste Papa aber erstmal an einer der unendlich vielen Islandpferde-Koppeln einen Halt machen..da hatte jemand aber grosse Freude die Pferde zu streicheln..

Wir haben die Geysire wieder gerade mit der letzten Sonne erreicht bevor wieder der nächste Schnee(Sturm)Schauer über uns hinweg gefegt ist. Gespannt wie der Jäger im Jagdstand standen wir da, mit dem Handy im Anschlag und warteten bis einer der Geysire hier Wasser spuckt… daneben, zu spät, zu langsam (hörte Papa da nur von seinen Frauen)… aber dann hatte er den richtigen Riecher 🙂

Nun war es aber mal höchste Zeit für Papas Kafi… aber dieser musste warten…denn seine Damen hatten noch eine weitere Attraktion auf dem Weg vor ans Meer ausgemacht…dem Kerid einen mit Wasser gefüllten Vulkankrater… da dieser keinen natürlichen Ablauf hat, dennoch aber zwischen 7m bis 12m schwankt…ist dies ein Indikator wie der Grundwasserspiegel hier variiert und wird durch den Krater sichtbar.

So jetzt aber endlich der Kafi für Papa… wieder mit einem undenklich leckeren Kuchen…. mmmmhhhhhh. Jetzt wartete nur noch eine Attraktion auf uns. Wir wollen das Geothermal Kraftwerk, das kurz (ca. 30km) vor Reykjavik liegt und die Stadt mit heiss Wasser und Strom versorgt besichtigen. Während der „Guided Tour“ erfährt man hier alles wie das Kraftwerk arbeitet und mit welchen Temperaturen und Leistungen hier „gearbeitet“ wird.

So sind wir dann auch heute wieder müde und spät in unserer Wohnung in Reykjavik zurück. Jetzt haben wir schon so viele Natur-Highlight gesehen… haben aber nicht mal ganz ein Viertel der Insel gesehen…wie eindrücklich muss da wohl noch der Rest der Insel sein.. wo noch viel mehr Gletscher und Vulkan auf einem wartet? Schade das uns die Zeit dazu nicht reichen wird auch in den Westen, Norden und Osten zu fahren.

Tour de „foss“ – ein Stück vom Süden

Wow ein voller Tag heute… unser Ziel war es die Ringstrasse No. 1 bis zu Skógar direkt zu fahren und dann alle Sehenswürdigkeiten auf dem Rückweg abzufahren. Wir mussten realisieren, das waren ganz schön viele 😁 Aber zunächst mussten wir uns mal Mut machen, weil es von 4 Grad auf 0 Grad runter ging und es entweder wie aus Kübeln goss oder sogar oben länger schneite.. die Hoffnung war, dass es nach den 155km etwas weniger nass ist. Am Ziel wartete dann der erste foss (isländisch für Wasserfall) auf uns der Skógarfosshttp://bsme.ch/wp-content/uploads/2018/04/img_7505.mov

Sehr eindrücklich und das im Dauerregen. Danach sind wir ein paar Kilometer weiter auch ins Skógar Museum gegangen. Dies ist ein wirklich hübsches Freilichtmuseum dass das Leben in Island von „gestern“ gut beschreibt. Allein schon die Erklärungen wie Sie damals ohne Heizungen in Ihren Häusern schlafen und leben mussten war für Mama schon sehr lehrreich… 😉 Auch im Verkehrsmuseums nebenan wurden sehr interessante Fahrzeuge aus der geschichtlichen Vergangenheit ausgestellt. Und während wir das Museum besuchten wurde auch das Wetter Stück für Stück besser..

So danach ging es weiter zum Seljalandsfoss, hier gab es gleich ausser dem eben genannten noch 2-3 weitere kleinere Wasserfälle, die man gut „ablaufen“ konnte. Das der Parkplatz hier Gebührenpflichtig war irritiert hier ein wenig…wenn man sich das sparen will einfach weiterfahren zum hinteren Parkplatz am letzten Wasserfall der kostet nix 😁. Für uns war auch der letzte Wasserfall der schönste, weil man in diesen „rein“ laufen konnte…er lag quasi hinter einer „Mauer“ aus Stein. Wer gerne nass werden will kann beim ersten hinter den tossenden Wasserfall laufen…was aber heute bei 2 Grad nicht gerade der „hit“ für unsere Vorstellungen war. Also nur Bilder von vorne 👍😎

So nach so viel Wasserfällen wurde es mal Zeit für etwas Feuer 🔥. Darum besuchten wir ein paar Kilometer weiter das Lava-Zentrum.. hier wird mit viel Technik wirklich extrem lehrreich und interessant die Erdbeben und Vulkan-„Geschichte“ bzw. „reale Welt“ von Island dargestellt.. man erfährt alles über die Erdbeben-Typen, Magma-Versionen, Vulkan-Typen und und und… das mittels riesigen interaktiven Leinwänden, wo man alles berühren und steuern kann. Dazu sieht man 24h aktuell auf grossen Monitoren wo es gerade auf Island ein Erdbeben, in welcher Stärke gibt. Macht wirklich Gross- und Klein Spass. Besuch lohnt sich.. wenn auch nicht billig.

Nach soviel Wärme und wackeligen Boden wurde es dann wieder Zeit für Wasserfälle und der kleine (Kuchen)-Hunger meldete sich auch schon. Darum ging es weitere 25km zurück zum Urridafoss einem nicht sehr hohen Wasserfall dafür aber mit grosser Wassermenge. Anschliessen sind wir dann bis Sellfoss gefahren und haben uns im Kafi Krus (ein wirklicher Tipp) ein Cappuccino und Kuchen gegönnt. Wieder unglaublich lecker und fast keine Kalorien 😁

Danach ging es dann zum heutigen Abschluss noch ins Dörfchen Hveragerdi. Hier brodelt es buchstäblich oberhalb am Berg aus vielen Löchern sichtbar… dies wird hier genutzt, um daraus Energie für die Gewächshäuser zu gewinnen..darin reifen dann die Tomaten und Erdbeeren, die man in den Supermärkten kaufen kann. Auch hier machen wir dann bei mittlerweile Sonne und 5 Grad einen Spaziergang zu ein paar von den heissen Quellen oder dampfenden Löchern. Übrigens, das weisse Zelt im Video unten ist (kein Scherz) der Sportplatz… er ist innen beheizt. Vermutlich spielt hier jede Gastmannschaft sehr gerne auf dem überdachten Rasenplatz bei sommerlichen spanischen Temperaturen… die Isländer sind wohl wirklich erfinderisch.

Nach so vielen Eindrücken und wunderbaren Schwefelgerüchen ging es dann die letzten gut 50km wieder zurück in unsere Wohnung nach Reykjavík.. schliesslich müssen wir hier wieder schnell schlafen.. Morgen geht es nochmal auf eine lange Tour wie heute.. es waren schliesslich knappe 300km.

Von Rúgbrauð über plokkfískur bis Hjónabandssaela

Am heutigen Tag müssen wir uns echt mal Zeit nehmen um mal wieder ein paar Worte über die isländische Küche zu erzählen… Gestern schon davon geschwärmt sind wir heute eher zufällig zum zMittag ins Kaffivagninn direkt am Hafen gegangen…Hier tummeln sich hauptsächlich die Isländer zum zMittag… dort haben wir dann einen weiteren kulinarischen Ausflug unternommen, den wir nur empfehlen können !! Zunächst haben wir eine grosse Portion plokkfískur mit Rúgbrauð bestellt..

…dies ist gekochter Fisch der in einer Mehlschwitze mit Kartoffeln, Curry und Zwiebeln zu einem stückigen Brei verrührt wurde, der dann mit dunklem Roggenbrot und Butter serviert wird (Rezept hier). Zum Dessert gab es dann den Hjónabandssaela in der Version mit Blaubeermarmelade (Rezept hier) und natürlich einen wunderschönen Cappuccino „mit Gesicht“…eigentlich wie unsere Linzertorte daheim… bloss durch die Haferflocken völlig anders im Geschmack. Wir sind uns sicher, wir müssen uns weiter durch die isländische Küche „essen“. Wirklich extrem lecker.

Nach soviel Essen wird es aber Zeit auch zu erklären, warum wir so was feines heute verdient hatten…😁 Aufgrund des regnerischen Wetters haben wir heute noch den zweiten geplanten Stadttag durchgeführt. Dieser führte uns am Vormittag zunächst nordöstlich raus ans Meer zum Leuchtturm Grötta für einen kleinen Spaziergang. Der Leuchtturm liegt eigentlich auf einer Insel und kann bei Ebbe zu Fuss erreicht werden.

Danach wollten wir eigentlich zu Perlan, dass aber leider wegen eines Feuers kurzfristig geschlossen war..somit sind wir direkt zum zweiten Museum für heute gefahren den Whales of Iceland. Hier erfährt man alles über diese Lebewesen inklusive der passenden Modelle, dazu gibt noch einen kleinen Indoor Spielplatz, welcher unser jungen Dame fast noch besser gefallen hat.

Dann ging es eben zum erwähnten zMittag gleich ganz in der Nähe am Hafen. Am Nachmittag sind wir dann mal in den östlichen Stadtteilen rum gefahren und haben dabei noch spontan das „Iceland Day of Horses“ entdeckt. Es ist wohl hier um den 1. Mai in ganz Island der Brauch das Höfe mit Ihren Islandpferden so eine Art „Tag der offenen Tür“ machen. Hier in Reykjavik gab es passend dazu im Leistungszentrum für Islandpferde eine Pferdeshow… ausschliesslich Kinder zeigten dabei Ihre Künste, was unseren beiden Damen sehr gefallen hat. Lustig war das wir hier als Touristen nur von Isländern umgeben waren und wir wirklich kein Wort verstanden haben… von keinem 😎 So konnten wir nur erahnen was die Sprecherin erzählte.. zur Hälfte der Show gab es dann noch eine musikalische Showeinlage eines isländischen Rap-Duos.. leider werden wir nie Wissen welche Megastars wir hier vor uns hatten… die Kinder auf jedenfalls waren völlig aus dem Häuschen ab den beiden Bubis 😍👍

So ging der Tag dann doch recht flott wieder zu Ende und der Jetlag hatte uns heute schon sehr im Griff. Die 10h Unterschied waren heute deutlich bei uns Dreien zu spüren. Somit heisst es früh schlafen und morgen Fit sein für den ersten langen Ausflug in die isländische Natur ausserhalb der Stadt.

Grüsse aus Washington und verdammt, wo ist die Heizung

Kaum zu glauben…vor nicht mal so 48h lagen wir noch bei Sonne am Strand und heute frieren wir bei Sonne um die Wette… brrrrr ist das ein Unterschied. Reykjavik empfängt uns heute als wir um 05:30 Uhr landen mit einem wunderschönen sonnigen Samstag… allerdings fehlt da was hinter der 2… es sind keine 26 sondern nur noch wirklich 2 Grad !! Da sind wir aber sowas von froh, dass wir unsere Wohnung auch gleich früh am Morgen beziehen können. Und beim öffnen der Koffer (Anm.: Wir hatten diese in Vancouver erst gar nicht geöffnet) begrüsste uns ein nettes schreiben von der TSA in Washington. Mit lieblichen Grüssen machten Sie uns darauf aufmerksam das Sie mal kurz unseren Koffer „geknackt“ und genauer angeschaut haben. Aha..

…na zum Glück war der Officer nicht unable oder unfähig das Schloss zu knacken 😁 Aber erstmal zurück zum Abflug in Maui…hier waren Sie am Flughafen aber sowas von überpünktlich das wir pünktlich zum Boarding am Gate waren… aber das Boarding schon beendet war.. so mussten wir uns ja fast noch beeilen und es blieb nicht mal mehr Zeit für ein Abschiedsfoto…Byebye Maui sagte unsere Tochter leise ins Ohr von ihrer Puppe. Dann ging es los und in nicht einmal 5:15h waren wir spät in der Nacht um 22:40 in Vancouver… hier durften wir dank unserem Pilot dann noch eine Extrarunde drehen, weil er beim ersten mal das Gate übersehen hatte und nochmal alles zurück musste. Das war dann auch der einzige Patzer mit der kanadischen Billigairline. Hier war alles auf Effizienz getrimmt.. keine TV.. kein Essen… nur alk. freien Drinks und die Toiletten war so geschnitten, dass ein durchschnittlich übergewichtiger US Bürger hier wirklich „rückwärts“ einparken müsste… ob die Kanadier hier wohl Ihre Nachbarn ärgern wollen 😉 Wie auch immer waren wir dann spät in der Nacht um 0100 im Bett…am nächsten Tag lachte uns die Sonne und somit der Frühling hier in Vancouver an. Somit war klar dass wir den kleinen Spaziergang ins nahe gelegende Outlet Center machen, um dort unsere Runden und den Spielplatz aufzusuchen… auch hier steht alles in der Blüteund zu unserem eh schon angespannten Kofferplatz-Verhältnisse gesellten sich noch neue Opferstücke hinzu… nur Papa blieb ausnahmsweise brav 😁 nun aber im Galopp zurück ins Hotel und mit dem Busshuttle zum Flughafen.. hier wollten wir noch etwas Mittagessen, weil es auf dem Flug mit Iceland-Air nur Getränke, aber kein Essen gibt. Dabei schaute Papa in dem wunderschönen Flughafen einmal zuviel auf den Werbemonitor wie in bester Farbe die Tourismus Filme von Britisch Columbia liefen… ein Fehler… jetzt weiss Papa, was er nochmal besuchen muss in den nächsten Jahren 🙂 Dann ging es aber auch hier wieder ganz schnell mit dem Boarding und Ruckzuck sassen wir im Flieger. Und wir müssen uns eingestehen… Iceland Air ist wirklich Klasse. Das fehlende Essen haben Sie durch Top-Service, Top-Entertainment System und noch besseren Kinder-Service mehr als kompensiert, uns hat der Flug mit Ihnen sehr gefallen… dazu noch der glassklare Blick während dem Flug über die Rockies.. was will man mehr. Dazu wehte der Jetstream so gut das wir nur 6.30h geflogen sind.. dazu wählen Sie eine extrem nördliche Route über Grönland.. da wurde es nichtmal mehr richtig dunkel in der Nacht.. cool. Wir konnten dennoch aber gut 2 Stündchen Schlafen, bevor wir in Reykjavik gelandet sind.Wie eingangs erwähnt lachte uns auch dort die Sonne schon um 0530 in Gesicht und das Thermometer ohrfeigte uns mit satten 2 Grad… Jaaaaaaaaa so kühl hatten wir es nicht erwartet, vor allem der Wind ist eisig… zum Glück helfen hier die Windbreaker, die wir dabei haben. Sonst heisst es ab sofort… alle Lagen doppelt…brrrr. Aber dennoch gehen wir nach dem Bezug von unsere sehr schönen Wohnung sofort in die Altstadt. Wir liegen hier sehr zentral und Top. Und nun gibt es endlich nach 25 Tagen des „unerträglichen“ amerikanischen Cafés endlich Gutes… mhhhhhh. Kaffe und Frühstück können die Isländer !! Ultraleichtes Brot und einen ebenso leckeren Kaffee… Danach nutzen wir heute den ganzen Tag (obwohl Hunde müde) und besichtigen die Stadt… Morgen soll es nämlich bei 3 Grad nur regnen…will man irgendwie bei dem blauen Himmel nicht glauben. Reykjavik zeigt sich von der besten Seite und die vielen Cafés und Kneippen sind wirklich alle eine Wucht..

Island wirkt für uns wirklich sehr jung und erfrischend.. kulinarisch waren heute schon das Frühstück und der zVieri (Kuchen) Hammer.. dann sind wir mal auf den zMittag gespannt. Während die Isländer am heuten sonnigen Tag mit T-Shirt rumlaufen, sieht man uns Touristen mit dicken Mützen und Schals rumlaufen.. So wir sind da, jetzt kann es die nächsten Tage hier auf Entdeckungsreise gehen.

Von den Polynesier zu den Wikingern

Heute früh erinnerte uns eine ganz liebe WhatsUp von einem unser lieben Lesern der gerade im Flieger sass daran… das es Zeit wird zu packen oder sollen wir sagen schon die letzten 7 Tage unserer World Tour langsam aber sicher anfangen…kaum zu glauben für uns! Im Vergleich zu früher wo Mama und Papa schon mal 4 Wochen weg waren und dann nach 3.5 Wochen dachten „Jetzt freuen wir uns aber wieder auf zu Hause“..gab es diese Momente lange nicht auf dieser Tour… Vielleicht lag es daran das es gerade am Anfang und in Australien so viel zu entdecken gab… wir wissen es nicht, aber es verging doch nun vieles sehr schnell..auch eine Erkenntnis und für euch da draussen eine Ermunterung: „Macht das, wenn ihr könnt.. es lohnt sich!! Nicht nur die Eindrücke sondern auch für die Familie“. Aber packt MAXIMAL 2 Koffer 😎😁

Danke Andreas !! Somit haben wir heute ein letztes mal unsere Napili Beach vor der Haustür mehr als ausgiebig bis zum Sonnenuntergang 🌅 genutzt und müssen uns nun wehmütig ans packen machen…

Aber wie geht es den nun weiter…? Zunächst werden wir morgen in 5.5h von Maui nach Vancouver fliegen und dort mal einen nicht ganz tägigen Stop einlegen zum Luft holen (oder vielleicht Shopping würde Papa sagen 😁). Dann fliegen wir von Vancouver in 7.20h nach Island 🇮🇸 und sind gespannt, was wir dann dort noch in den uns verbleibenden 5 Tagen entdecken und hier in unser Tagebuch eintragen können… Wir haben einiges vor und hoffen auf ein wenig Wetterglück. Soweit also ein letztes Aloha bevor aus 26 Grad dann in kürze 6 Grad werden (so der aktuelle Wetterbericht). Dann heisst es für uns: Alle leichten Lagen zu einem warmen Look umbauen….

Neulich am Parkplatz…

…wurde uns bewusst warum die USA das Pariser Klimaabkommen gekündigt haben oder warum Sie kein Problem haben mit dem Klimawandel 🙂 Oder sollen wir einfach sagen… warum haben wir eigentlich einen Kleinwagen gemietet… oder seit wann baut Nissan Microcars… oder oder oder…. lustig anzusehen war es auf jedenfalls

…die Strassen sind echt voll mit diesen höher gelegten Teilen… Da bist du echt im Microcar unterwegs…😁. Unser Tochter kommentierte die Situation auch cool und meinte: „Dä hät sicher durch die Pfütze in Kauai gepasst Papi gell?“ (Damit meinte Sie die überflutete Strasse im Unwetter). Am gleichen Tag hatten wir dann auch noch die nette Erfahrung mit dem Security Officer vom Kapuala Resort… er fragte, wohin wir denn wollten. Wir erklärten ihm freundlich, dass wir zum Napili Strand hier wollten… ihm hat das nicht geschmeckt und er meinte langsam deutlicher… dieser Parkplatz ist nur für den Kapuala Beach (Bemerkung der Red.: vom Parkplatz aus liegt der Napili links und der Kapuala rechts.. bei gleicher Distanz)…aha… auf die Frage von Papa, wo das den hier auf einem Schild steht, wurde er dann noch ungemütlicher…da wir aber freiheitsliebend sind.. haben wir freundlich „interesting“ gesagt und sind dann erstmal rechts abgebogen bis der nette Herr Officer abgedampft ist und sind dann links durchs Hotel zum richtigen Strand gegangen…. mal wieder eine Lektion 😁

Übrigens… wir haben bis jetzt jeden Tag unsere Schildkröten im Meer wenige Meter vor dem Strand gehabt… ausser am Sonntag… da haben die auch mal frei, hab ich unserer Tochter erklärt auf die Frage warum die nicht da waren. 👌👍 Am Abend wurde es dann mal wieder Zeit für ein „late night“ Cappucino.. wir sind nach Lahaina gefahren und haben in der für uns besten Gelateria dort ein Eis bzw.. einen endlich guten Cappucino genossen und das direkt „über“ dem Meer.

Und dann war da ja noch heute das „petit malheur“ No. 2… diesmal von Papa.. die „technikverliebtheitkenntkeinegrenzen“ hat mal wieder zugeschlagen…da hatte Papa in der Küche im Abfluss diese „waste disposal unit“ entdeckt und musste diese natürlich ausprobieren… kurzer Blick ins Internet was das ist.. und los…gleich mal die Härdöpfelschalen von Mama dort rein gestopft und den Schalter betätigt… schwups alles mit riessen Lärm gehäckselt und weg damit…aber leider danach war der Abfluss verstopft und „Söte“ läuft aus den Rohren, Dreckwasser läuft aus dem Schrank… „Schweiss Technik“ so musste Papa manuell unter den Spülschrank liegen und noch manueller den ganzen Dreck aus dem Abfluss puhlen… sowas nennt man dann „Fortschritt durch Technik“…Man(n) oh Man(n) sagte da Mama nur noch grinsend. Da sollte man vielleicht etwas weniger rein machen und nicht gleich den kompletten Komposthaufen. 😁

Long day – Teil 2: Aufi aufm Berg (oder besser Vulkan)

So heute gibts noch den Nachtrag zum gestrigen langen Tag… nach unseren „delicious“ Dinner in Paia im Cafe Mambo sind wir dann von 0m auf die 3055m des Haleakala hoch gefahren… ob wir oben dann auch wirklich eine Sonnenuntergang sehen werden,konnten wir noch nicht abschätzen. Wir hatten heute den ganzen Tag nicht nur die üblichen Wolken welche den Berg „umhüllen“, sondern eine geschlossene Wolkendecke, die höher war als der Berg. Wir konnten uns an die Strecke welche wir vor 20 Jahren zum Sonnenaufgang gemacht hatten nicht mehr erinnern… die Unterschiede waren aber deutlich am Strassenrand zu sehen… wo wir vor 20 Jahren gerade mal mit 20 Leuten oben waren… erinnern jetzt einem fast im 10 Kilometer Takt daran… das man eine Reservation braucht, will man den Sonnenaufgang sehen….wow… Aber genau das ist der Grund (und auch der Tipp von unserem Vermieter Chris) das wir mal den Sonnenuntergang dort oben anschauen wollen… viel weniger los.. und genau so schön wie ihr später sehen könnt. Natürlich war dies auch für unsere junge Dame viel besser… hätten wir doch von unserer Wohnung bis zum Gipfel rund ein 2.5h Fahrtweg…was bedeuten würde wir müssten ca. 0330 Uhr los zum Sonnenaufgang… also neeeeeeeee 😎😁

Aber zurück zur Fahrt. Da musste Papa schon schwärmen… die Strasse war super neu ausgebaut bis zum Park Gate auf 2000m… das wäre auch eine wunderschöne Velo Tour von Paia bis zum Gipfel hoch…mmmmhhhhh. Schön rhythmisch geht es da in vielen vielen Kehren und Kurven nach oben.. das macht richtig Spass… Nur unserer Dame hinten wird es langsam langweilig und die Frage „wann simmer do“ kommt nun im Minutentakt…. das ist aber angesichts des wirklich sehr langen Tages auch verständlich… Oben angekommen heisst es dann, alles anziehen was der Kofferraum hergibt…inklusive alle Handtücher und Decken überziehen.. die Temperaturen liegen knapp um null… und wir sind wirklich genau pünktlich ca. 10min vor dem Sonnenuntergang dort. Wir haben wirklich viel Glück, die Sonne findet genau die Lücke in der hohen Wolkendecke, so dass wir einen schönen Sonnenuntergang haben. Überhaupt ist die Wetterlage heute wirklich interessant…wir hatten niedrige Wolkenfelder auf ca. 1500m und dann ganz weit oben (Schätzen mal auf 4500m) auch wieder…

Long day – Teil 1: Road to Hana

Spontan haben wir heute beim Frühstück beschlossen, dass wir heute unseren langen Maui-ich-will-alles-sehen-Tag einlegen…😎😁 so sind wir dann gegen 0930 Uhr ins Auto gestiegen mit dem Ziel:

– die Road to Hana solange zu befahren, wie wir lustig sind und unsere Tochter kooperativ ist und
– den Sonnenuntergang auf dem 3055m hohen Haleakala zu erleben, bevor wir wieder Heim fahren.

So ging es dann wieder mit dem erstmal zähen Verkehr in Richtung Flughafen, bevor wir dann auf den noch sehr grossen und vier spurigen Hana Highway bis nach Paia gefahren sind. Hier mussten wir den Tank und Geldbeutel erstmal füllen und uns allen eine kurzen Spaziergang im kleinen Örtchen gönnen. Dann ging es gleich kurz hinter dem Ort an den bekannten Surf-Beach, an dem auch immer regelmässig grosse Surf-Wettbewerbe ausgetragen werden. Dann erst wieder ca. 20km später fängt die eigentliche „Road to Hana“ an..

Nun ging es in den „viel beschriebenen“ engen Kurven nur noch sehr langsam voran… Selbst Papa bekam langsam fast einen Drehwurm ab den vielen Kehren und Kurven und einspurigen Brücken und Hoch und Runter…. nur unsere Tochter fand das wohl nicht zum Kotzen, sondern zum Pennen…somit nutzen die bösen Eltern, die Gunst der Stunden und fuhren, was das Zeug hielt 😎😁 Es folgten Regenwald, Steilküste, Wasserfälle, Buchten, und und und…. seht selbst

Wir haben es genau bis zur Hälfte geschafft und dann aufgrund der Zeit beschlossen, dass wir umkehren… auch unsere junge Dame wollten wir nun nicht weiter strapazieren.. hatte Sie es bisher doch so perfekt gemacht. Somit wollten wir auf dem Rückweg dann noch an einem der vielen Wasserfälle ein kurzes Päuschen machen. Dort passierte dann der Mama ein verhängnisvolles „petit malheur“… auf dem Rückweg vom Wasserfall zum Parkplatz und beim klettern über den glitschigen und steilen Weg löste sich der Gurt von ihrer Kamera und schwups war das gute Teil im Wasser versenkt….ganz traurig musste nun Papa und die kleine Dame die Mama trösten… und Doktor PC hatte endlich mal wieder was zu Hause zu tun…. (PS: Die ca. 4000 Bilder der Ferien konnten wir vom Chip retten… die Kamera ist abgesoffen 😎). Zurück im Paia haben wir dann unser Abendessen eingenommen und unsere Vorräte aufgefüllt, bevor wir dann hoch auf den Haleakala zum Sonnenuntergang wollten… Drüber berichten wir dann morgen in Teil 2.