Grüsse aus Washington und verdammt, wo ist die Heizung

Kaum zu glauben…vor nicht mal so 48h lagen wir noch bei Sonne am Strand und heute frieren wir bei Sonne um die Wette… brrrrr ist das ein Unterschied. Reykjavik empfängt uns heute als wir um 05:30 Uhr landen mit einem wunderschönen sonnigen Samstag… allerdings fehlt da was hinter der 2… es sind keine 26 sondern nur noch wirklich 2 Grad !! Da sind wir aber sowas von froh, dass wir unsere Wohnung auch gleich früh am Morgen beziehen können. Und beim öffnen der Koffer (Anm.: Wir hatten diese in Vancouver erst gar nicht geöffnet) begrüsste uns ein nettes schreiben von der TSA in Washington. Mit lieblichen Grüssen machten Sie uns darauf aufmerksam das Sie mal kurz unseren Koffer „geknackt“ und genauer angeschaut haben. Aha..

…na zum Glück war der Officer nicht unable oder unfähig das Schloss zu knacken 😁 Aber erstmal zurück zum Abflug in Maui…hier waren Sie am Flughafen aber sowas von überpünktlich das wir pünktlich zum Boarding am Gate waren… aber das Boarding schon beendet war.. so mussten wir uns ja fast noch beeilen und es blieb nicht mal mehr Zeit für ein Abschiedsfoto…Byebye Maui sagte unsere Tochter leise ins Ohr von ihrer Puppe. Dann ging es los und in nicht einmal 5:15h waren wir spät in der Nacht um 22:40 in Vancouver… hier durften wir dank unserem Pilot dann noch eine Extrarunde drehen, weil er beim ersten mal das Gate übersehen hatte und nochmal alles zurück musste. Das war dann auch der einzige Patzer mit der kanadischen Billigairline. Hier war alles auf Effizienz getrimmt.. keine TV.. kein Essen… nur alk. freien Drinks und die Toiletten war so geschnitten, dass ein durchschnittlich übergewichtiger US Bürger hier wirklich „rückwärts“ einparken müsste… ob die Kanadier hier wohl Ihre Nachbarn ärgern wollen 😉 Wie auch immer waren wir dann spät in der Nacht um 0100 im Bett…am nächsten Tag lachte uns die Sonne und somit der Frühling hier in Vancouver an. Somit war klar dass wir den kleinen Spaziergang ins nahe gelegende Outlet Center machen, um dort unsere Runden und den Spielplatz aufzusuchen… auch hier steht alles in der Blüteund zu unserem eh schon angespannten Kofferplatz-Verhältnisse gesellten sich noch neue Opferstücke hinzu… nur Papa blieb ausnahmsweise brav 😁 nun aber im Galopp zurück ins Hotel und mit dem Busshuttle zum Flughafen.. hier wollten wir noch etwas Mittagessen, weil es auf dem Flug mit Iceland-Air nur Getränke, aber kein Essen gibt. Dabei schaute Papa in dem wunderschönen Flughafen einmal zuviel auf den Werbemonitor wie in bester Farbe die Tourismus Filme von Britisch Columbia liefen… ein Fehler… jetzt weiss Papa, was er nochmal besuchen muss in den nächsten Jahren 🙂 Dann ging es aber auch hier wieder ganz schnell mit dem Boarding und Ruckzuck sassen wir im Flieger. Und wir müssen uns eingestehen… Iceland Air ist wirklich Klasse. Das fehlende Essen haben Sie durch Top-Service, Top-Entertainment System und noch besseren Kinder-Service mehr als kompensiert, uns hat der Flug mit Ihnen sehr gefallen… dazu noch der glassklare Blick während dem Flug über die Rockies.. was will man mehr. Dazu wehte der Jetstream so gut das wir nur 6.30h geflogen sind.. dazu wählen Sie eine extrem nördliche Route über Grönland.. da wurde es nichtmal mehr richtig dunkel in der Nacht.. cool. Wir konnten dennoch aber gut 2 Stündchen Schlafen, bevor wir in Reykjavik gelandet sind.Wie eingangs erwähnt lachte uns auch dort die Sonne schon um 0530 in Gesicht und das Thermometer ohrfeigte uns mit satten 2 Grad… Jaaaaaaaaa so kühl hatten wir es nicht erwartet, vor allem der Wind ist eisig… zum Glück helfen hier die Windbreaker, die wir dabei haben. Sonst heisst es ab sofort… alle Lagen doppelt…brrrr. Aber dennoch gehen wir nach dem Bezug von unsere sehr schönen Wohnung sofort in die Altstadt. Wir liegen hier sehr zentral und Top. Und nun gibt es endlich nach 25 Tagen des „unerträglichen“ amerikanischen Cafés endlich Gutes… mhhhhhh. Kaffe und Frühstück können die Isländer !! Ultraleichtes Brot und einen ebenso leckeren Kaffee… Danach nutzen wir heute den ganzen Tag (obwohl Hunde müde) und besichtigen die Stadt… Morgen soll es nämlich bei 3 Grad nur regnen…will man irgendwie bei dem blauen Himmel nicht glauben. Reykjavik zeigt sich von der besten Seite und die vielen Cafés und Kneippen sind wirklich alle eine Wucht..

Island wirkt für uns wirklich sehr jung und erfrischend.. kulinarisch waren heute schon das Frühstück und der zVieri (Kuchen) Hammer.. dann sind wir mal auf den zMittag gespannt. Während die Isländer am heuten sonnigen Tag mit T-Shirt rumlaufen, sieht man uns Touristen mit dicken Mützen und Schals rumlaufen.. So wir sind da, jetzt kann es die nächsten Tage hier auf Entdeckungsreise gehen.

Von den Polynesier zu den Wikingern

Heute früh erinnerte uns eine ganz liebe WhatsUp von einem unser lieben Lesern der gerade im Flieger sass daran… das es Zeit wird zu packen oder sollen wir sagen schon die letzten 7 Tage unserer World Tour langsam aber sicher anfangen…kaum zu glauben für uns! Im Vergleich zu früher wo Mama und Papa schon mal 4 Wochen weg waren und dann nach 3.5 Wochen dachten „Jetzt freuen wir uns aber wieder auf zu Hause“..gab es diese Momente lange nicht auf dieser Tour… Vielleicht lag es daran das es gerade am Anfang und in Australien so viel zu entdecken gab… wir wissen es nicht, aber es verging doch nun vieles sehr schnell..auch eine Erkenntnis und für euch da draussen eine Ermunterung: „Macht das, wenn ihr könnt.. es lohnt sich!! Nicht nur die Eindrücke sondern auch für die Familie“. Aber packt MAXIMAL 2 Koffer 😎😁

Danke Andreas !! Somit haben wir heute ein letztes mal unsere Napili Beach vor der Haustür mehr als ausgiebig bis zum Sonnenuntergang 🌅 genutzt und müssen uns nun wehmütig ans packen machen…

Aber wie geht es den nun weiter…? Zunächst werden wir morgen in 5.5h von Maui nach Vancouver fliegen und dort mal einen nicht ganz tägigen Stop einlegen zum Luft holen (oder vielleicht Shopping würde Papa sagen 😁). Dann fliegen wir von Vancouver in 7.20h nach Island 🇮🇸 und sind gespannt, was wir dann dort noch in den uns verbleibenden 5 Tagen entdecken und hier in unser Tagebuch eintragen können… Wir haben einiges vor und hoffen auf ein wenig Wetterglück. Soweit also ein letztes Aloha bevor aus 26 Grad dann in kürze 6 Grad werden (so der aktuelle Wetterbericht). Dann heisst es für uns: Alle leichten Lagen zu einem warmen Look umbauen….

Neulich am Parkplatz…

…wurde uns bewusst warum die USA das Pariser Klimaabkommen gekündigt haben oder warum Sie kein Problem haben mit dem Klimawandel 🙂 Oder sollen wir einfach sagen… warum haben wir eigentlich einen Kleinwagen gemietet… oder seit wann baut Nissan Microcars… oder oder oder…. lustig anzusehen war es auf jedenfalls

…die Strassen sind echt voll mit diesen höher gelegten Teilen… Da bist du echt im Microcar unterwegs…😁. Unser Tochter kommentierte die Situation auch cool und meinte: „Dä hät sicher durch die Pfütze in Kauai gepasst Papi gell?“ (Damit meinte Sie die überflutete Strasse im Unwetter). Am gleichen Tag hatten wir dann auch noch die nette Erfahrung mit dem Security Officer vom Kapuala Resort… er fragte, wohin wir denn wollten. Wir erklärten ihm freundlich, dass wir zum Napili Strand hier wollten… ihm hat das nicht geschmeckt und er meinte langsam deutlicher… dieser Parkplatz ist nur für den Kapuala Beach (Bemerkung der Red.: vom Parkplatz aus liegt der Napili links und der Kapuala rechts.. bei gleicher Distanz)…aha… auf die Frage von Papa, wo das den hier auf einem Schild steht, wurde er dann noch ungemütlicher…da wir aber freiheitsliebend sind.. haben wir freundlich „interesting“ gesagt und sind dann erstmal rechts abgebogen bis der nette Herr Officer abgedampft ist und sind dann links durchs Hotel zum richtigen Strand gegangen…. mal wieder eine Lektion 😁

Übrigens… wir haben bis jetzt jeden Tag unsere Schildkröten im Meer wenige Meter vor dem Strand gehabt… ausser am Sonntag… da haben die auch mal frei, hab ich unserer Tochter erklärt auf die Frage warum die nicht da waren. 👌👍 Am Abend wurde es dann mal wieder Zeit für ein „late night“ Cappucino.. wir sind nach Lahaina gefahren und haben in der für uns besten Gelateria dort ein Eis bzw.. einen endlich guten Cappucino genossen und das direkt „über“ dem Meer.

Und dann war da ja noch heute das „petit malheur“ No. 2… diesmal von Papa.. die „technikverliebtheitkenntkeinegrenzen“ hat mal wieder zugeschlagen…da hatte Papa in der Küche im Abfluss diese „waste disposal unit“ entdeckt und musste diese natürlich ausprobieren… kurzer Blick ins Internet was das ist.. und los…gleich mal die Härdöpfelschalen von Mama dort rein gestopft und den Schalter betätigt… schwups alles mit riessen Lärm gehäckselt und weg damit…aber leider danach war der Abfluss verstopft und „Söte“ läuft aus den Rohren, Dreckwasser läuft aus dem Schrank… „Schweiss Technik“ so musste Papa manuell unter den Spülschrank liegen und noch manueller den ganzen Dreck aus dem Abfluss puhlen… sowas nennt man dann „Fortschritt durch Technik“…Man(n) oh Man(n) sagte da Mama nur noch grinsend. Da sollte man vielleicht etwas weniger rein machen und nicht gleich den kompletten Komposthaufen. 😁

Long day – Teil 2: Aufi aufm Berg (oder besser Vulkan)

So heute gibts noch den Nachtrag zum gestrigen langen Tag… nach unseren „delicious“ Dinner in Paia im Cafe Mambo sind wir dann von 0m auf die 3055m des Haleakala hoch gefahren… ob wir oben dann auch wirklich eine Sonnenuntergang sehen werden,konnten wir noch nicht abschätzen. Wir hatten heute den ganzen Tag nicht nur die üblichen Wolken welche den Berg „umhüllen“, sondern eine geschlossene Wolkendecke, die höher war als der Berg. Wir konnten uns an die Strecke welche wir vor 20 Jahren zum Sonnenaufgang gemacht hatten nicht mehr erinnern… die Unterschiede waren aber deutlich am Strassenrand zu sehen… wo wir vor 20 Jahren gerade mal mit 20 Leuten oben waren… erinnern jetzt einem fast im 10 Kilometer Takt daran… das man eine Reservation braucht, will man den Sonnenaufgang sehen….wow… Aber genau das ist der Grund (und auch der Tipp von unserem Vermieter Chris) das wir mal den Sonnenuntergang dort oben anschauen wollen… viel weniger los.. und genau so schön wie ihr später sehen könnt. Natürlich war dies auch für unsere junge Dame viel besser… hätten wir doch von unserer Wohnung bis zum Gipfel rund ein 2.5h Fahrtweg…was bedeuten würde wir müssten ca. 0330 Uhr los zum Sonnenaufgang… also neeeeeeeee 😎😁

Aber zurück zur Fahrt. Da musste Papa schon schwärmen… die Strasse war super neu ausgebaut bis zum Park Gate auf 2000m… das wäre auch eine wunderschöne Velo Tour von Paia bis zum Gipfel hoch…mmmmhhhhh. Schön rhythmisch geht es da in vielen vielen Kehren und Kurven nach oben.. das macht richtig Spass… Nur unserer Dame hinten wird es langsam langweilig und die Frage „wann simmer do“ kommt nun im Minutentakt…. das ist aber angesichts des wirklich sehr langen Tages auch verständlich… Oben angekommen heisst es dann, alles anziehen was der Kofferraum hergibt…inklusive alle Handtücher und Decken überziehen.. die Temperaturen liegen knapp um null… und wir sind wirklich genau pünktlich ca. 10min vor dem Sonnenuntergang dort. Wir haben wirklich viel Glück, die Sonne findet genau die Lücke in der hohen Wolkendecke, so dass wir einen schönen Sonnenuntergang haben. Überhaupt ist die Wetterlage heute wirklich interessant…wir hatten niedrige Wolkenfelder auf ca. 1500m und dann ganz weit oben (Schätzen mal auf 4500m) auch wieder…

Long day – Teil 1: Road to Hana

Spontan haben wir heute beim Frühstück beschlossen, dass wir heute unseren langen Maui-ich-will-alles-sehen-Tag einlegen…😎😁 so sind wir dann gegen 0930 Uhr ins Auto gestiegen mit dem Ziel:

– die Road to Hana solange zu befahren, wie wir lustig sind und unsere Tochter kooperativ ist und
– den Sonnenuntergang auf dem 3055m hohen Haleakala zu erleben, bevor wir wieder Heim fahren.

So ging es dann wieder mit dem erstmal zähen Verkehr in Richtung Flughafen, bevor wir dann auf den noch sehr grossen und vier spurigen Hana Highway bis nach Paia gefahren sind. Hier mussten wir den Tank und Geldbeutel erstmal füllen und uns allen eine kurzen Spaziergang im kleinen Örtchen gönnen. Dann ging es gleich kurz hinter dem Ort an den bekannten Surf-Beach, an dem auch immer regelmässig grosse Surf-Wettbewerbe ausgetragen werden. Dann erst wieder ca. 20km später fängt die eigentliche „Road to Hana“ an..

Nun ging es in den „viel beschriebenen“ engen Kurven nur noch sehr langsam voran… Selbst Papa bekam langsam fast einen Drehwurm ab den vielen Kehren und Kurven und einspurigen Brücken und Hoch und Runter…. nur unsere Tochter fand das wohl nicht zum Kotzen, sondern zum Pennen…somit nutzen die bösen Eltern, die Gunst der Stunden und fuhren, was das Zeug hielt 😎😁 Es folgten Regenwald, Steilküste, Wasserfälle, Buchten, und und und…. seht selbst

Wir haben es genau bis zur Hälfte geschafft und dann aufgrund der Zeit beschlossen, dass wir umkehren… auch unsere junge Dame wollten wir nun nicht weiter strapazieren.. hatte Sie es bisher doch so perfekt gemacht. Somit wollten wir auf dem Rückweg dann noch an einem der vielen Wasserfälle ein kurzes Päuschen machen. Dort passierte dann der Mama ein verhängnisvolles „petit malheur“… auf dem Rückweg vom Wasserfall zum Parkplatz und beim klettern über den glitschigen und steilen Weg löste sich der Gurt von ihrer Kamera und schwups war das gute Teil im Wasser versenkt….ganz traurig musste nun Papa und die kleine Dame die Mama trösten… und Doktor PC hatte endlich mal wieder was zu Hause zu tun…. (PS: Die ca. 4000 Bilder der Ferien konnten wir vom Chip retten… die Kamera ist abgesoffen 😎). Zurück im Paia haben wir dann unser Abendessen eingenommen und unsere Vorräte aufgefüllt, bevor wir dann hoch auf den Haleakala zum Sonnenuntergang wollten… Drüber berichten wir dann morgen in Teil 2.

Nix tun Tage…

…oder wie würde unsere Tochter zur Oma sagen… „wir hän hyt nüt gemacht“… bedeutet hier gleich nach dem Frühstück ans Meer dann am Nachmittag ein kleiner Ausflug… heute mal oben rum die Steilküste entlang… dort haben wir auch die 3 nördlichen Strände angeschaut… auch hier konnten wir die grossen Meeresschildkröten beobachten.

Danach wollte unsere Dame endlich auch mal einen der 3 Pool auf unserem Appartement Areal nutzen…was wir bisher wegen den vielen guten Stränden noch gar nicht geschafft haben…stimmt, wo wir eigentlich sind, haben wir euch noch gar nicht beschrieben. Wir haben unsere Wohnung hier in Kapalua am nördlichen Ende von West Maui bezogen… dies ist nach den quirligen Lahaina, Kaanapali und Kanaha das ruhige Ende hier auf West Maui.. Ausser Golfplätze und eben die schönen Strände ist es hier sehr ruhig… das merkt man auch wenn wir abends auf dem Balkon sitzen… totale Stille und Leute trifft man hier auf dem riesigen Areal so gut wir gar nicht. Unsere Wohnung seht ihr auf dem zweiten Bild das Haus in der Mitte, die Wohnung oben im DG ganz rechts.. schöner Blick aufs Meer vom Balkon inclusive …

Strand mit Wellen und Schildkröten

Heute sind wir neugierig an unsere beiden „Hausstrände“ gegangen… und wir sind mehr als Happy 👌😍😎 So cool der Napili Beach hat echt alles…. besonders die mega Wellen für Gross und auch ein guter Bereich für die Kleinen lassen uns heute einfach faul sein. Darum wird auch in den nächsten Tagen mal der eine oder ander Tagebucheintrag einfach ausfallen… wir berichten dann wieder wenn wir hier auf Maui die Road to Hana und den Sonnenuntergang auf den Haleakala anschauen.. also nicht wundern wenn der Schreiberling hier mal kürzer tritt. Nur kurz Luft holen für das Finale dann in Island und hier auf Maui

Wir konnten heute sogar vor lauter Schreck 😁…Papa dachte was schwimmt den da für ein grosses dunkles Teil unter ihm im Meer vorbei…feststellen, dass es hier am Strand einige grosse Schildkröten gibt… diese tummeln sich wie auf dem Bild oben zu sehen hinten an den Felsen… und schwimmen dabei einfach mal hier in der Bucht rum.

Nach soviel Beach and Fun sind wir dann gegen späteren Nachmittag noch vor zum Kanapali Beach gefahren.. wo Mama und Papa vor fast genau 20 Jahren mal im wunderschönen ehrwürdigen Kanaplai Beach Hotel Ferien gemacht haben… und es ist immer noch genau so schön „old school“ hawaiianisch.. wir bummeln hier dann noch an der Strandpromenade bis zum Whalers Village und lassen hier den Tag ausklingen.

Vom „historic flooding disaster“ nach Maui

Wir durften gestern nach den historischen Niederschlägen von mehr als 820mm in 32 Stunden schön in unserer Wohnung bleiben.. und den Tag bis zum Abend geniessen. Es ging gar nix mehr und wir wurden auch informiert, schön das Radio zu hören, um informiert zu sein, was passiert. Die Strassen waren bis zum Abend nicht passierbar.. bzw. nach Hanalei ging gar nix mehr, weil die Brücke über den River sogar überflutet wurde.. So haben wir den Tag bei MauMau und Memory verbracht. Spannend war es für uns, ob wohl die Strasse bis zum nächsten Tag wieder offen ist, damit wir zum Flughafen fahren können. Unser Flug nach Maui wartet. Um ca. 16 Uhr hat es dann langsam mal aufgehört zu regnen und wir sind dann mal vor die Tür zum Pfützen hüpfen… und davon gab es sehr viele 😎… Auch das Meer war von den vielen Regenfällen die ersten 400m braun und nicht mehr blau… ein kurioses Bild.

Am nächsten Morgen konnten wir dann aber zum Glück die Fahrt antreten… auf dem Weg zum Flughafen kamen uns dann auch sehr viele Militärs entgegen. Die National Guards haben oben in Hanalei das Kommando übernommen… Auch wir können unterwegs nun gut sehen, wo überall die Flüsse über die Ufer getreten sind und nix als Verwüstung zum Teil hinterlassen haben. Wenn ihr euch ein Bild von der Zerstörung machen wollt, dann empfehlen wir euch diesen Artikel bzw. das folgende Video: http://www.hawaiinewsnow.com/clip/14278725/kauai-oahu-still-recovering-from-weekend-rains-and-flooding

Für uns heisst es nun aber Abschied nehmen…Kauai war für uns ein unglaubliches Naturerlebnis… nicht nur wegen der Unwetter sondern auch wegen der wirklich wunderschönen Landschaften (und der Regen gehört irgendwie dazu…). Unser kleiner Flieger bringt uns dann pünktlich nach Maui. Wieder ein mit 30min extrem kurzer Flug. Hier angekommen müssen wir auch wieder feststellen… die Inseln haben definitiv ein Verkehrsproblem… endloser Stau in Richtung Westmaui… so benötigen wir fast 1.5h bis wir endlich die 50km geschafft haben. Dann aber schnell noch zum Grosseinkauf und kurz noch eine Bummelrunde im Hafenstädtchen Lahaina… wo Mama und Papa vor 20 Jahren schon einmal sein durften 🙂 Und weil es so schön ist gehen wir hier noch spontan einen furchtbar gesunden Burger essen… mmmmmhhhhh lecker. Übrigens… bestes Maui Wetter haben wir hier und es ist definitiv einige Grade wärmer.

Air rescue… im Einsatz

Die letzte Nacht hat nochmal alles da gewesene getopt.. es hat von 1900 bis 0400 Uhr in der früh non-stop heftigst geregnet und Gewitter sind über uns gezogen. Der Donner ist hier dann so heftig das es einem vorkommt als gebe es Erdbeben… alles vibriert. Internet und Telefon fallen aus… nix geht mehr. Am Morgen ist es dann ganz ruhig für die ersten Minuten und die Air Rescue fliegt ihre Einsätze. Sie fliegen über mehrere Stunden die Nordküste ab… dabei donnert eine schwere 4 strahlige Maschine und 2 Helis im Tiefflug über unsere Wohnung hinweg. Hier oben auf Princeville ist aber alles weit weg vom Wasser im Tal von Hanalei. Da die Strasse nun gesperrt sind bleiben wir zu Hause.. auch unsere Dame hier schreibt uns das Sie sowas in 30 Jahre noch nie an Regen in 24h gehabt hat. Es sind nun schon in 24h laut Bericht unten 27 inches oder 685mm oder 68cm Regen auf den Quadratmeter gefallen… und nun geht der Monsum und die Gewitter weiter.. wir sind gespannt.

Auch die Hawaii News berichten intensiv. Erinnerst ihr euch noch an die Strasse die letzte Woche gesperrt war ? So sah Sie gestern noch vor den nächtlichen Gewittern aus – schaut hier.. jetzt um 11:30 Uhr kommt die neue Meldung:

http://bsme.ch/wp-content/uploads/2018/04/img_6567.mov

Auch bei uns in der Wohnung dürfen wir nun erste Töpfe aufstellen weil es undicht wird….

Ein Jahr in 24h…

…soviel Regen haben wir heute gefühlt hier gehabt… was hier heute runter gekommen ist vom Himmel, könnte gut der gesamte Jahresvorrat von unserem Zuhause 🏠 gewesen sein… auch auf unserem Handy gab im Stundentakt neue Warn-SMS von Katastrophenschutz. Wir wunderten uns übrigens darüber woher die erkennen konnten das wir in diesem Gefahrengebiet sind…denn wir hatten nur den Flugmodus hier wie immer drinnen und das WLAN an. Da sieht man mal, was der Staat hier alles weiss 😉… aber seht selbst wie es hier schüttete… übrigens einigen hat das dennoch bei der warmen Temperaturen viel Spass bereitet, dass Sie in Badehose oder Bikini hier unten auf dem Rasen rum gerannt sind. Selber gewöhnt man sich auch schnell an die Nässe, wenn man in Crocs oder Tevas unterwegs ist und alles schnell nass wird:

Deshalb war heute viel Zeit für MauMau, Memory und was sonst noch alles schon länger im Koffer geschlummert hat… auch mal wieder schön. Am Nachmittag mussten wir unsere Neugierde aber dennoch befriedigen und sind nochmal „unsere“ Strasse der Nordküste entlang gefahren. Wir wollten sehen wieviel Wasser das hier ist…und es war brutal was hier von den Bergen stürzt. Erinnert ihr euch noch an einen unseren ersten Tage mit der „flooded street“? Das war gegen Heute damals nur der Vorname 😁 Heute war die Strasse schon viel weiter vorne gesperrt… uihhhhh

Nach soviel „Adventure de rain“ mussten wir in Hanalei einen Stop machen, um wenigstens den besten Café der Insel in der Bread Bake Company zu geniessen… im offenen Raum sassen wir an den Barhockern und schauten uns den Regentropfentanz dann von dort an… da haben Papa und Tochter gleich mal sehnsüchtig ein paar Bildli gemalt

Morgen bricht unser letzter Tag hier auf Kauai an bevor wir wieder weiterfliegen… auch für morgen soll es hier oben noch weiter regnen… da planen wir mal die Flucht nach Süden. Mal sehen, ob es ein wenig besser dort ist.. Wir wissen jetzt wenigstens, dass wir hier in 5 von 10 Tagen den Regen der 65 Tage davor aufgeholt haben, in denen wir kaum einen Tropfen hatten.

Weitere Erkenntnisse, die wir mitnehmen werden sind hier sicher die Kosten für Lebensmittel… das topt hier echt alles bisher gekannte… Da ist die Schweiz ein Land mit Billigdiscountern wie Coop und Migro… Unglaublich. Und da wir noch dazu gerade aus Australien angereist sind, war hier echt einiges anders…

– angefangen bei den Spielplätzen: Fast keine da und dann meistens alt,
– die Rastplätze und öffentlichen Toiletten: zumeist alt und dreckig… die wenigen Grills dort sahen wie 100 Jahre alt aus,
– die Menschen: hier muss man genau differenzieren… die Inselbewohner cool, entspannt, freundlich, authentisch… die Leute vom Festland (Touristen) oberflächlich, unnahbar, mehr als einen kurzen Smalltalk gibt es nicht.. kein Vergleich zu den Australiern,
– die Insel: Extrem unterschiedlich von Nord nach Süd, interessant und nass 😉. Hat aber definitiv Ihren Reiz der Kontrast im Wetter, aber sicher nur beschränkt auf ein paar Tage. Landschaftlich definitiv ein Highlight das wir noch nie so gesehen haben und doch einige der bisherigen Highlights, welche wir gesehen haben, überboten hat,
– die Flughäfen: was Australien ruhig, entspannt und modern ist, ist hier wuselig, alt und hektisch,
– der Wohlfühlfaktor: es ist hier selbst auf der für Amerikaner „ruhigen“ Insel Kauai immer voll.. von den Staus auf den Strassen (wir erwähnten das) bis zu den vielen Autos auf den Nebenstrassen zu den Sehenswürdigkeiten ist das gegen das „einsame“ Australien kein Vergleich. Selbst in den Städten wie Perth kam es einem ruhiger vor.

Am Ende steht aber der Satz: Muss man unbedingt erlebt, gesehen und gefühlt haben.. wir sind froh war Kauai mit auf dem Programm unserer Tour !!