Tour de „foss“ – ein Stück vom Süden

Wow ein voller Tag heute… unser Ziel war es die Ringstrasse No. 1 bis zu Skógar direkt zu fahren und dann alle Sehenswürdigkeiten auf dem Rückweg abzufahren. Wir mussten realisieren, das waren ganz schön viele 😁 Aber zunächst mussten wir uns mal Mut machen, weil es von 4 Grad auf 0 Grad runter ging und es entweder wie aus Kübeln goss oder sogar oben länger schneite.. die Hoffnung war, dass es nach den 155km etwas weniger nass ist. Am Ziel wartete dann der erste foss (isländisch für Wasserfall) auf uns der Skógarfosshttp://bsme.ch/wp-content/uploads/2018/04/img_7505.mov

Sehr eindrücklich und das im Dauerregen. Danach sind wir ein paar Kilometer weiter auch ins Skógar Museum gegangen. Dies ist ein wirklich hübsches Freilichtmuseum dass das Leben in Island von „gestern“ gut beschreibt. Allein schon die Erklärungen wie Sie damals ohne Heizungen in Ihren Häusern schlafen und leben mussten war für Mama schon sehr lehrreich… 😉 Auch im Verkehrsmuseums nebenan wurden sehr interessante Fahrzeuge aus der geschichtlichen Vergangenheit ausgestellt. Und während wir das Museum besuchten wurde auch das Wetter Stück für Stück besser..

So danach ging es weiter zum Seljalandsfoss, hier gab es gleich ausser dem eben genannten noch 2-3 weitere kleinere Wasserfälle, die man gut „ablaufen“ konnte. Das der Parkplatz hier Gebührenpflichtig war irritiert hier ein wenig…wenn man sich das sparen will einfach weiterfahren zum hinteren Parkplatz am letzten Wasserfall der kostet nix 😁. Für uns war auch der letzte Wasserfall der schönste, weil man in diesen „rein“ laufen konnte…er lag quasi hinter einer „Mauer“ aus Stein. Wer gerne nass werden will kann beim ersten hinter den tossenden Wasserfall laufen…was aber heute bei 2 Grad nicht gerade der „hit“ für unsere Vorstellungen war. Also nur Bilder von vorne 👍😎

So nach so viel Wasserfällen wurde es mal Zeit für etwas Feuer 🔥. Darum besuchten wir ein paar Kilometer weiter das Lava-Zentrum.. hier wird mit viel Technik wirklich extrem lehrreich und interessant die Erdbeben und Vulkan-„Geschichte“ bzw. „reale Welt“ von Island dargestellt.. man erfährt alles über die Erdbeben-Typen, Magma-Versionen, Vulkan-Typen und und und… das mittels riesigen interaktiven Leinwänden, wo man alles berühren und steuern kann. Dazu sieht man 24h aktuell auf grossen Monitoren wo es gerade auf Island ein Erdbeben, in welcher Stärke gibt. Macht wirklich Gross- und Klein Spass. Besuch lohnt sich.. wenn auch nicht billig.

Nach soviel Wärme und wackeligen Boden wurde es dann wieder Zeit für Wasserfälle und der kleine (Kuchen)-Hunger meldete sich auch schon. Darum ging es weitere 25km zurück zum Urridafoss einem nicht sehr hohen Wasserfall dafür aber mit grosser Wassermenge. Anschliessen sind wir dann bis Sellfoss gefahren und haben uns im Kafi Krus (ein wirklicher Tipp) ein Cappuccino und Kuchen gegönnt. Wieder unglaublich lecker und fast keine Kalorien 😁

Danach ging es dann zum heutigen Abschluss noch ins Dörfchen Hveragerdi. Hier brodelt es buchstäblich oberhalb am Berg aus vielen Löchern sichtbar… dies wird hier genutzt, um daraus Energie für die Gewächshäuser zu gewinnen..darin reifen dann die Tomaten und Erdbeeren, die man in den Supermärkten kaufen kann. Auch hier machen wir dann bei mittlerweile Sonne und 5 Grad einen Spaziergang zu ein paar von den heissen Quellen oder dampfenden Löchern. Übrigens, das weisse Zelt im Video unten ist (kein Scherz) der Sportplatz… er ist innen beheizt. Vermutlich spielt hier jede Gastmannschaft sehr gerne auf dem überdachten Rasenplatz bei sommerlichen spanischen Temperaturen… die Isländer sind wohl wirklich erfinderisch.

Nach so vielen Eindrücken und wunderbaren Schwefelgerüchen ging es dann die letzten gut 50km wieder zurück in unsere Wohnung nach Reykjavík.. schliesslich müssen wir hier wieder schnell schlafen.. Morgen geht es nochmal auf eine lange Tour wie heute.. es waren schliesslich knappe 300km.

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