The Golden Circle – oder wie die Sonne und der Schnee mit uns heut spielten…

Nachdem wir gestern grob 300km den Süden befahren haben, wollen wir heute den touristischen (zentral, westlichen) Klassiker „The Golden Circle“ mit rund 270km abfahren. Der Morgen empfängt uns mit (für uns typischen Island Wetter – so stellen wir uns das vor 😁🇮🇸) Schnee und Sonne im dauernden raschen Wechsel. Dies begleitet uns den ganzen Tag und macht daraus ein herrliches Lichtspiel auf allen unserer Stops. Wir fahren zunächst nordöstlich aus Reykjavik aus der Stadt und dann stetig bergauf zu unserem ersten Stop: dem Pingvillir National Park. Dieser ist nicht nur historisch, sondern auch geologisch ein wichtiger Ort hier in Island. Aus historischer Sicht wurden hier alle für die Isländer wichtigen geschichtlichen Treffen abgehalten (von den Wikingern angefangen) und aus geologischer Sicht driften hier sichtbar die amerikanische und die eurasische Erdplatten Jahr für Jahr rund 2cm auseinander. Der Wasserfall „fällt“ hier quasi von der amerikanischen Platte in die „Drift“ (Schlucht) und fliesst anschliessend ein paar Meter weiter in einer kleinen Kaskade rüber auf die eurasische Seite…

Übrigens mit 0 Grad und steifem Nordwind auch einer der kältesten Orte am heutigen Tag 🙂 Nach der Wanderung kurz im Auto aufgetaut, ging es dann die nächsten gut 60km bis zum Gullfoss. Dieser Wasserfall hat sich in einem Lavabett eine Schlucht gegraben und fällt hier in 2 Kaskaden in seine Schlucht. Hier hatten wir bei Ankunft dichtestes Schneetreiben und keine 15min später Sonne pur. Ein Augenschmaus…

Auf dem Weg vom Gullfoss zu den Geysiren (unserem nächsten Stop) musste Papa aber erstmal an einer der unendlich vielen Islandpferde-Koppeln einen Halt machen..da hatte jemand aber grosse Freude die Pferde zu streicheln..

Wir haben die Geysire wieder gerade mit der letzten Sonne erreicht bevor wieder der nächste Schnee(Sturm)Schauer über uns hinweg gefegt ist. Gespannt wie der Jäger im Jagdstand standen wir da, mit dem Handy im Anschlag und warteten bis einer der Geysire hier Wasser spuckt… daneben, zu spät, zu langsam (hörte Papa da nur von seinen Frauen)… aber dann hatte er den richtigen Riecher 🙂

Nun war es aber mal höchste Zeit für Papas Kafi… aber dieser musste warten…denn seine Damen hatten noch eine weitere Attraktion auf dem Weg vor ans Meer ausgemacht…dem Kerid einen mit Wasser gefüllten Vulkankrater… da dieser keinen natürlichen Ablauf hat, dennoch aber zwischen 7m bis 12m schwankt…ist dies ein Indikator wie der Grundwasserspiegel hier variiert und wird durch den Krater sichtbar.

So jetzt aber endlich der Kafi für Papa… wieder mit einem undenklich leckeren Kuchen…. mmmmhhhhhh. Jetzt wartete nur noch eine Attraktion auf uns. Wir wollen das Geothermal Kraftwerk, das kurz (ca. 30km) vor Reykjavik liegt und die Stadt mit heiss Wasser und Strom versorgt besichtigen. Während der „Guided Tour“ erfährt man hier alles wie das Kraftwerk arbeitet und mit welchen Temperaturen und Leistungen hier „gearbeitet“ wird.

So sind wir dann auch heute wieder müde und spät in unserer Wohnung in Reykjavik zurück. Jetzt haben wir schon so viele Natur-Highlight gesehen… haben aber nicht mal ganz ein Viertel der Insel gesehen…wie eindrücklich muss da wohl noch der Rest der Insel sein.. wo noch viel mehr Gletscher und Vulkan auf einem wartet? Schade das uns die Zeit dazu nicht reichen wird auch in den Westen, Norden und Osten zu fahren.

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